Vom Kreis Harburg bis zum DFB-Länderpokal: Wie sich der Mädchenfußball beim FC Rosengarten entwickelt

Noch vor wenigen Jahren spielte der leistungsorientierte Mädchenfußball beim FC Rosengarten kaum eine Rolle. Heute gehört der Verein im Juniorinnenbereich zu den spannendsten Adressen in der Region – mit Niedersachsenliga-Fußball, Auswahlspielerinnen und einer klaren Entwicklungsperspektive bis in den Damenbereich.

 

„Seit 2023 wollen wir leistungsorientierten Mädchenfußball anbieten“, erklärt Nathalie Pawlak, die zur Saison 2023/24 nach Rosengarten kam und sich intensiv um die Frauen- bzw. Mädchenmannschaften kümmert.

 

Vom Aufsteiger zur Niedersachsenliga-Spitze

 

Direkt in ihrer ersten Saison gelang mit den B-Juniorinnen der Aufstieg in die Niedersachsenliga – die höchste Spielklasse der U17-Juniorinnen in Niedersachsen.

 

Und dort hielt sich das Team nicht nur überraschend souverän. Trotz eines extrem jungen Kaders mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 14,6 Jahren erreichte der FC Rosengarten in dieser Saison sogar die Meisterrunde. 

Doch die Entwicklung geht längst über Ergebnisse hinaus. Beim FC Rosengarten entsteht Schritt für Schritt ein Umfeld, das talentierte Spielerinnen anzieht und fördert. Viele Mädchen schaffen über den Verein wieder den Sprung in Auswahlteams oder in höhere Förderstrukturen.

 

„Wir sind mittlerweile ein Magnet für Spielerinnen, die sich weiterentwickeln wollen“, sagt Nathalie.

 

Mimi Pötzscher als Vorbild für den Weg in die Auswahl
 

Ein Beispiel dafür ist Mimi Pötzscher. Die 13-Jährige entwickelte sich beim FC Rosengarten vom Talent aus der Region bis hin zur Niedersachsenauswahl und durfte nun sogar beim DFB-Länderpokal in Duisburg der U14 Juniorinnen auflaufen, der auch als erste Sichtung für die Juniorinnen Nationalmannschaften dient. Mimi war Teil des 16er Kaders des NFV und belegte mit Ihrem Team den 2. Platz von insgesamt 21. Länderverbänden.

“Der Länderpokal war für mich ein tolles Erlebnis, weil ich dort mit und gegen die besten Spielerinnen aus ganz Deutschland spielen konnte“, erzählt Mimi. „Am Anfang war ich total aufgeregt, weil es ein großes Sichtungsturnier war und es um richtig viel ging. Als ich dann auf dem Platz stand, war die Aufregung aber schnell weg und es hat total Spaß gemacht, mit der Mannschaft zu spielen. Wir hatten super Spielzüge und einen extremen Kampfgeist. Das Besondere an dem Turnier war, dass die DFB-Trainer*innen der U15-Nationalmannschaft zugeschaut haben. Insgesamt war es ein mega Erlebnis für mich und ich bin daran echt gewachsen – fußballerisch, aber auch sozial. Ich bin stolz auf mich, dass ich dabei sein konnte.”

 

Doch Mimi ist längst nicht die einzige Spielerin, die diesen Weg einschlägt. Laut Nathalie schaffen es immer wieder Spielerinnen zurück in den Stützpunkt oder in Auswahlmannschaften – selbst dann, wenn sie zuvor bereits keine Berücksichtigung mehr gefunden haben.

 
Klare Perspektive bis in den Damenbereich
 

Parallel wächst auch der Frauenbereich des Vereins. Die Damenmannschaft startete einst in der Kreisklasse, schaffte bereits den Aufstieg und kämpft nun um den Sprung in die Bezirksliga. Die leistungsstarken Nachwuchsspielerinnen aus dem Juniorinnenbereich sollen künftig den Unterbau für die Damen bilden.

 

Der Mädchen- und Frauenfußball beim FC Rosengarten wächst seit einigen Jahren kontinuierlich – sportlich, aber auch als Gemeinschaft.

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